
Steigende Energiepreise, Klimaschutzziele und ein strenger werdender Gesetzesrahmen: Für Eigentümer und Hausverwaltungen wird das Thema Energieeffizienz 2026 wichtiger denn je. Vor allem im Bestand stehen viele Gebäude vor Modernisierungs- und Nachweispflichten. Doch welche Vorgaben gelten aktuell – und was bedeutet das konkret für Eigentümer und Käufer?
Deutschland verfolgt das Ziel, den Gebäudebestand langfristig klimaneutral aufzustellen. Da rund 80 % der Wohnhäuser älter als 30 Jahre sind, spielen Sanierungen und Modernisierungen eine zentrale Rolle.
Für Eigentümer bedeutet das:
mehr Transparenz bei Energiekennwerten
strengere Nachweispflichten
höhere Anforderungen beim Verkauf oder der Vermietung
Gerade in Regionen wie dem Ruhrgebiet – etwa in Moers, Duisburg oder Oberhausen – gibt es viele ältere Bestandsimmobilien, die von den neuen Vorgaben betroffen sind.
Mehrere Regelwerke verändern die Anforderungen an Eigentümer:
Alte Gas- und Ölheizungen dürfen künftig nur noch unter bestimmten Bedingungen weiter betrieben werden. Abhängig von Alter und Effizienzklasse kann ein Austausch verpflichtend werden.
Der Energieausweis spielt beim Verkauf und bei Vermietungen eine noch wichtigere Rolle. Käufer erwarten klare Angaben zu Verbrauch, Effizienzklasse und Sanierungspotenzial.
Zudem müssen Sanierungsempfehlungen detaillierter angegeben werden.
Seit der Einführung des Stufenmodells sind Vermieter stärker in der Pflicht, CO₂-Kosten zu tragen, wenn Gebäude energetisch schlecht aufgestellt sind. 2026 wird dieses System weiter angepasst.
Parallel zu strengeren Regeln gibt es neue Förderungen – z. B. für:
Wärmepumpen
Gebäudehülle (Fenster, Dämmung, Dach)
Heizungsoptimierung
Photovoltaik und Speicher
Für Eigentümer mit älteren Bestandsbauten lohnt sich ein frühzeitiger Blick auf Fördermöglichkeiten.
Käufer und Mieter erwarten zunehmend, dass ein Gebäude zukunftsfähig ist.
Besonders relevant sind daher:
moderne Heizsysteme (z. B. Wärmepumpe oder Hybridlösung)
hochwertige Dämmung und neue Fenster
intelligente Gebäudetechnik (Smart Meter, digitale Heizungssteuerung)
erneuerbare Energien wie Photovoltaik
Diese Maßnahmen senken nicht nur die Betriebskosten, sondern steigern auch langfristig den Wert einer Immobilie.
Energieeffiziente Immobilien verkaufen sich nachweislich schneller und zu höheren Preisen.
Im Raum Moers und am Niederrhein zeigt sich: Häuser mit guter Effizienzklasse erzielen deutlich mehr Nachfrage als unsanierte Bestände. Käufer achten verstärkt auf:
niedrige Folgekosten
überschaubare Sanierungsbedarfe
klare Dokumentation der Modernisierungen
Wer die neuen Standards erfüllt, positioniert seine Immobilie deutlich besser am Markt.
Die neuen gesetzlichen Anforderungen schaffen Transparenz – aber auch Verpflichtungen. Eigentümer, die frühzeitig investieren, profitieren mehrfach: geringere Energiekosten, höhere Wohnqualität und bessere Marktchancen beim Verkauf.
Eine fundierte energetische Analyse und eine klare Sanierungsstrategie sind 2026 wichtiger denn je.
